Bärenpopulation im Trentino

Bei der Planung von Bike-Touren, insbesondere bei der Durchquerung des Trentino, sollte man sich mit der dortigen Bärenpopulation beschäftigen oder sich zumindest im Grundsatz mit den Gefahren auseinandersetzen.

Besonders für Gravel- und Mountainbiker die sich mitunter abseits befestigter Wege bewegen, ist es wichtig, sich über die Gegebenheiten und das Umfeld der Region zu informieren. In der besagten Region hat sich durch natürliche Fortpflanzung eine Population von Bären gebildet, die im Jahr 2021 bereits auf etwa 100 Tiere angewachsen war. Auch die Wildschweinpopulation ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Dies hat mich für meine Bikepacking-Tour 2025 dazu bewogen mich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erleben“, dies gilt besonders, wenn man bereit ist, mit offenen Augen, einem wachen Geist und ausreichend Informationen zu reisen.

Projekt „Life Ursus“

Zwischen 1999 und 2002 wurden im Rahmen des Projekts „Life Ursus“ im Naturpark Adamello-Brenta in der italienischen Provinz Trient zehn Braunbären aus Slowenien angesiedelt. Der Naturpark umfasst das Gebiet der Brenta, Teile der östlichen Adamello- und Presanellagruppe sowie einschließlich des Monte Carè Alto.

Die Anzahl dieser Tiere hat mittlerweile alarmierende Ausmaße erreicht. Vorfälle, bei denen Wanderer, Mountainbiker und Pilzsammler angegriffen wurden, zeigen die Gefahr, die von diesen Raubtieren ausgeht. Im April 2023 wurde ein Jogger im Trentino von einem Bären getötet. Auch im Jahr 2024 kam es zu zwei weiteren Vorfällen, bei denen ein Jogger und ein Pilzsammler von einem Bären angegriffen und verletzt wurden.

Begegnung mit einem Braunbär in freier Wildbahn

Experten empfehlen, bei einer Begegnung mit Braunbären ruhig zu bleiben und sich langsam zurückzuziehen. Außerdem raten sie zur Verwendung von Bärenspray und geruchssicheren Behältern für Lebensmittel, um zu vermeiden, dass die Tiere angelockt werden. Ich glaube zwar nicht, dass ein Bär an meinen Riegeln und Gels interessiert sein wird, aber trotzdem habe ich mich über die Verhaltensregeln im Umgang mit Bären informiert. Wie gut ich diese Regeln in einem Extremfall umsetzen kann, weiß ich jedoch im Voraus nicht.

Ich persönlich habe noch nie einen Bären in freier Wildbahn gesehen und wahrscheinlich werde ich das auch nie. Da ich jedoch im Vorfeld erfahren habe, dass es in dem Gebiet, das ich auf meiner geplanten Bikepacking-Tour durchqueren möchte, eine Bärenpopulation gibt, versuche ich, gut vorbereitet zu sein. Für den Ernstfall habe ich eine Bärenglocke und Bärenabwehrspray dabei.

Das Bärenglöckchen und Tierabwehrspray, sicher ist sicher

Für meine Tour habe ich mir für gewisse Regionen die „swisstrailbell®“ zugelegt. Durch einen Klettverschluss schnell am Lenker, zu befestigen. Natürlich kann die Glocke auch überall anders befestigt werden. Die Verarbeitung ist hochwertig und der Ton ist durch Arretierung des Glockenhammers schnell abzustellen. Die „swisstrailbell®“ gibt es für jeden Geschmack in verschiedenen Farben und Designs. Das Glöckchen kann übrigens auch helfen Wanderer rechtzeitig zu warnen.

Weiterhin halte ich im betreffenden Gebiet ein Bärenabwehrspray bereit, sicher ist sicher.

Link zum Hersteller: swisstrailbell®, ABUS

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