Fahrradhelm – der Lebensretter

Als Radfahrer ohne Fahrradhelm, egal ob auf einem Rennrad, Gravelbike, E-Bike oder ähnlichem, verlierst du im Falle eines Zusammenpralls mit einem LKW, PKW, Traktor oder Motorrad immer. Ein solcher Zusammenstoß führt in der Regel zu erheblichen Verletzungen.

Ein Fahrradhelm kann Verletzungen verhindern

Kollisionen zwischen Radfahrern oder Stürze ohne fremde Einwirkung können oft zu ernsthaften Verletzungen führen. Beim Radfahren ist der Kopf der wichtigste Teil des Körpers. Es gibt zahlreiche Bekleidungsoptionen für Radfahrer, jedoch können sie keine schweren Verletzungen verhindern. Ein Helm kann jedoch dazu beitragen, schwere Kopfverletzungen zu reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden.

Ohne Helm auf dem Rennrad unterwegs zu sein war schon immer unvernünftig und gefährlich. Selbst Sturzringe hatten im Radsportbereich lediglich eine Alibifunktion um das Gewissen zu beruhigen. Eine verbindliche Helmpflicht bei Radrennen wurde von der UCI erst im Jahr 2003 eingeführt. Im privaten Bereich besteht in Deutschland keine allgemeine Helmpflicht für Radfahrer, weder für Erwachsene noch für Kinder. Es ist eine freiwillige Entscheidung, ob man beim Radfahren einen Helm trägt oder nicht. 

Egal wie Aufmerksam man beim Radfahren auch ist, man kann gewisse Situationen nicht vorhersehen. Und egal wie Vorausschauend man beim Radfahren auch fährt, man kann immer nur für sich selber schauen. Manchmal passieren gerade beim Radfahren Dinge, womit man nie und nimmer gerechnet hätte. Ich habe in vielen Jahren auf dem Rad so viele Dinge erlebt, darüber könnte ich ein Buch schreiben.

Ein Fahrradhelm rettet Leben

Ein Fahrradhelm schützt im Falle eines Unfalls vor Kopfverletzungen, dies ist durch zahlreiche Studien eindeutig belegt. Ein Helm absorbiert bis zu zwei Drittel der Energie, die bei einem Aufprall ohne Helm direkt auf den Kopf einwirken würde. Bei Helmträgern kommt es daher seltener zu schweren Kopfverletzungen, wie Schädelbrüchen oder Hirnblutungen. Es gibt leider immer noch Zeitgenossen die sämtliche Statistiken und alle Vorteile eines Helms infrage stellen. Diskutieren Sie nicht, Diskussionen mit Helmgegnern ist verschwendete Zeit. Ein kluger Kopf trägt Fahrradhelm.

Mit einem Helmgegner zu diskutieren ist ebenso sinnlos wie sich, ohne Badehose auf den Weg ins Schwimmbad zu machen.

Die Anprobe

Dem Kauf eines Helms sollte genauso viel Zeit und Aufmerksamkeit wie beim Kauf von Radschuhen gewidmet werden. Der richtige Sitz ist wichtig für den Schutz bei einem Sturz. Hast du einen passenden Helm gefunden? Dann probiere ihn an! Setze ihn zunächst mit einem offenen Kinnriemen auf und passe die Größe über das Stellrad hinten am Kopf an – er sollte angenehm sitzen ohne zu drücken! Danach schließe den Kinnriemen und schüttle deinen Kopf; wenn der Helm wackelt oder verrutscht ist es notwendig ihn enger zu stellen. Überprüfe auch die Riemen: Diese sollten bequem sein ohne zu scheuern oder sich zu verdrehen.

Wichtig ist, dass der Helm einen perfekten Sitz aufweist, nicht verrutscht und keine Druckstellen verursacht. Zum Kauf nimmt man am besten auch seine Sonnenbrille mit, so lässt sich gleich prüfen ob diese sich in Kombination mit dem Helm angenehm tragen lässt. Die Bügel der Brille trägt man dabei immer über den Riemen am Helm, niemals darunter.

Optimal wäre es gleich einen Helm mit integrierter Brillengarage zu kaufen, hier kann die Brille bei Nichtgebrauch untergebracht werden ohne das die Bügel am Kopf stören. Für die Bügel sind im Helm Aussparungen eingelassen, die verhindern, dass die Bügel bei einem Sturz oder Aufprall den Kopf verletzen.

Der Helm und die optimale Belüftung

Prinzipiell unterscheidet man in Cityhelme, Rennradhelme, Gravelbikehelme, Mountainbikehelme und Vollvisierhelme für den Downhillbereich. Als Faustregel gilt: Je sportlicher man unterwegs sein möchte, desto mehr Belüftungsöffnungen braucht der Helm.

Bei der Wahl des passenden Helms empfiehlt es sich, auf eine integrierte Belüftung des Helmes zu achten. Belüftungsöffnungen in der Schale ermöglichen eine Kühlung des Kopfes, eingearbeitete Belüftungskanäle sind besonders atmungsaktiv auf anstrengenden Strecken.

Ich selber nutze auf dem Gravelbike den gleichen Helm den ich auch für Rennradtouren nutze. Bei meiner letzten Helmanschaffung habe ich mich für einen Oakley Aro5 Race I.C.E. Mips entschieden. Hier lässt sich in der vorhandenen Brillengarage auch prima meine Oakley Brille unterbringen.

Der neue Helm – ein Partner für’s Leben?

Wenn der neue Helm gefunden ist, sollte man sich darüber im Klaren sein, das dieser einen nicht das gesamte Leben begleiten wird. Nach spätestens fünf bis sechs Jahren stehen die Zeichen auf Trennung. Sonne, Regen, Kälte oder Hitze haben dem Material über einen längeren Zeitraum dann so zugesetzt, das dieses meist porös ist und keinen ausreichenden Schutz mehr bietet. Nach einem Sturz sollte der Helm direkt ausgetauscht werden, von einer Weiterverwendung ist immer abzuraten.

Man sollte den Kauf gebrauchter Helme vermeiden. Zum einen kennt man das Alter und die Vorgeschichte des Helms nicht, und zum anderen besteht die Möglichkeit, dass der Vorbesitzer bereits gestürzt ist, wodurch die Schutzwirkung des Helms beeinträchtigt sein könnte.

Link zum Hersteller: Oakley

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