Bella Figura – das Outfit, perfekt

by Koffie
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Nach der kalten Jahreszeit beginnt wieder die Saison, und die Straße oder die Berge rufen. Viele haben in den Herbst- und Wintermonaten die guten Sitten und Bräuche unter Rennradfahrern vergessen. Diese sind zwar nicht zwingend notwendig, tragen jedoch dazu bei, mit Stil und Niveau auf dem Rad unterwegs zu sein. Hier sind einige Punkte zusammengefasst, die man mit einer Prise Humor betrachten sollte.

Bekleidung nach Radsport-Knigge

(1) Radhose

Die richtige Bekleidung auf dem Rad kann entscheidend sein. Besonders wichtig ist die Radhose. Radhose und Trikot sollten farblich gut aufeinander abgestimmt sein. Wenn keine passend farbige Radhose zum Trikot zur Verfügung steht, ist eine schwarze Hose die beste Wahl. Es geht schließlich darum, Radsport stilvoll auszuüben. In Ausnahmefällen kann auch eine weiße Radhose getragen werden, aber seien wir ehrlich: Diese tragen in der Regel nur Weltmeisterinnen und Weltmeister.

(2) Radtrikot

Wertungstrikots großer Rundfahrten und Trikots von Profiteams sind zwar faszinierend, doch es sind Trikots von Profis – von denen, die fürs Radfahren bezahlt werden, also von Berufsradfahrern. Als Hobbyfahrer gehört man nicht zu dieser Gruppe, und man sollte sich damit abfinden. Daher verzichtet man üblicherweise auf das Tragen solcher Trikots. Eine Ausnahme bilden diejenigen, die einmal selbst Teil dieser Gruppe waren. Selbst diese fahren nach ihrer aktiven Karriere in der Regel eher unauffällig ihre Runden.

Ausnahmen bilden Trikots von Veranstaltungen wie der Paris-Roubaix-Challenge oder anderen Events für Hobbyradler. Wenn Trikots für solche Events angeboten werden, finde ich, dass man sie nur tragen sollte, wenn man tatsächlich an der Veranstaltung teilgenommen und sie erfolgreich abgeschlossen hat. Das ist jedoch nur meine persönliche Meinung.

Hobbyrennradfahrer, die ein Wertungs- oder Profitrikot tragen, sollten sich zumindest in einem akzeptablen körperlichen Zustand befinden, keinen Bierbauch vor sich her tragen und nach Radsport ausschauen. Es ist unvorteilhaft, mit 10 kg Übergewicht in ein Wertungs- oder Profitrikot gezwängt zu sein und dann mit einer Geschwindigkeit von 21 km/h in der Ebene zu bewegen.

(3) Trikotaschen

Die Regenjacke muss mit, das Handy ebenfalls. Außerdem packe ich einen Energieriegel, verschiedene Gels, den Haustürschlüssel, eine Banane sowie Arm- und Beinlinge ein. Die Luftpumpe sollte ebenfalls nicht vergessen werden. Es kann hilfreich sein, viele Dinge in den Trikottaschen unterzubringen, manchmal kann es sogar lebensrettend sein. Doch überfüllte Trikotaschen fühlen sich nicht besonders angenehm an und wirken unprofessionell.

Auch bei den Trikottaschen ist manchmal weniger mehr. Beim Stauraum der Trikottaschen sollte man sich auf das Wesentliche beschränken, denn das Motto lautet: Gewicht sparen!

Radsport ist kein Karneval und auch kein Zirkus

(4) Radsocken

Beim Radsport muss das Outfit stimmen, vor allem bei den Socken gibt es ungeschriebene Regeln. 

Radsocken sollten in der Regel weiß sein, wobei Stickereien wie Logos, die zur Farbe des Radtrikots und der Radhose passen, selbstverständlich erlaubt sind. Jede andere Grundfarbe der Radsocken ist ebenfalls akzeptabel, solange sie farblich zum Radtrikot und zur Radhose passt. Auch wenn man in Kniestrümpfen die anspruchsvollsten Rennen gewinnen kann, gilt die strikte Regel: „Die Radsportsocke endet knapp über dem Knöchel und nicht höher!“ Ok, auch ich habe mittlerweile mit der Zeit und trage jetzt längere Socken, vorzugsweise in Weiß. Sollte es sehr warm sein gilt für mich die frühere Regel: „Zwei Finger breit über dem Knöchel!“

Heutzutage sieht man in sozialen Medien vor allem Radsportsocken mit auffälligen Designs von verschiedenen Herstellern. Viele Designs erinnern an Graffiti und sind mit bunten, lustigen Sprüchen versehen. Aber seien wir ehrlich, Radsport das ist kein Karneval und kein Zirkus!

(5) Handschuhe

Aktuell wird viel darüber diskutiert, ob man beim Radfahren Handschuhe tragen sollte. Es gibt Argumente sowohl dafür als auch dagegen, wobei die Vorteile des Handschuhtragens klar überwiegen. Wer schon einmal bei einem Sturz die Hände zur Abstützung benutzt hat, weiß, wie nützlich Handschuhe sein können. Verletzungen an den Handinnenflächen können das Radfahren unmöglich machen. Handschuhe bieten außerdem besseren Halt, besonders bei schwitzigen Händen oder bei Regen.

Beim Radfahren können Ringe, besonders am Ringfinger, problematisch sein, da sie die Durchblutung beeinträchtigen oder bei Stürzen schwere Verletzungen verursachen können. Ringe können am Lenker oder anderen Gegenständen hängenbleiben und würden beim Sturz zu verletzten Fingern führen. Daher empfehle ich, auf das Tragen von Ringen zu verzichten. Meinen Ehering trage ich meist an einer Halskette.

(6) Kopfbedeckung

Kein Spielraum für Diskussionen: Man(n) oder Frau trägt Helm, nichts anderes ist akzeptabel. Fahrradkappen sind zwar modisch und passen gut unter einen Helm, ersetzen diesen jedoch nicht. Auch stylische Wintermützen sehen gut aus, bieten aber nicht den notwendigen Schutz, den ein Helm bietet.

Regeln für Dich und das Rad im Alltag

(1) Lass die Ventilkappen zu Hause

Die beiden Ventilkappen, die serienmäßig an jedem Rennrad montiert sind, sind mehr hinderlich als nützlich – die meisten sind sich einig: sie stören lediglich.

(2) Rasiere die Beine

Der erste Blick Deiner Mitstreiter geht zu den Beinen, um eine erste Einschätzung vorzunehmen. Rasierte Waden sehen zum einen ästhetischer aus, zum anderen verdunstet der Schweiß schneller, der Fahrtwind kühlt besser und verbessert das Fahrgefühl. Also ab mit dem Haar!

(3) Du sollst eine Zweifach-Kurbel fahren

Die meisten Rennfahrer schauen kritisch auf eine Dreifach-Kurbel. Diese mag zwar Vorteile haben, führt jedoch oft zu schiefen Blicken. Verzichte besser darauf, es sei denn, du planst, das Stilfser Joch noch am gleichen Tag zu erklimmen. Auch dann kannst du besser mit einer Zweifach-Kurbel und der passenden Übersetzung arbeiten.

(4) Bitte keine Kettenabdrücke am Bein

Liebe dein Rad, und es wird es dir danken. Regelmäßige Pflege und die Reinigung der Kette sind wichtig. Nichts ist unangenehmer, als schwarze Flecken vom Kettenöl am Bein. Kenner denken dann, dass du dein Rad nicht mit Würde behandelst. Kurz gesagt: Du hast dein Rad nicht verdient. Vielleicht probierst du auch einfach Kettenwachs aus!

Ich bemühe mich, meine Fahrräder stets in einem sauberen und technisch einwandfreien Zustand zu halten. Ich veIch achte darauf, meine Fahrräder immer sauber und technisch einwandfrei zu halten. Mein Motto lautet: „Reinige dein Rad und behandle es mit Liebe.“ Defekte Teile lasse ich selbstverständlich so schnell wie möglich ersetzen oder ersetze diese wenn möglich selber.

(5) Radfahrer grüßen untereinander

Busfahrer, Taxifahrer, Lokführer und Motorradfahrer grüßen sich untereinander oft mit einer kurzen Handbewegung oder einem Nicken. Das ist unter Radfahrern nicht anders. Wir sind alle gemeinsam auf der Straße unterwegs und teilen die gleiche Leidenschaft, unabhängig von unseren unterschiedlichen Zielen und Fähigkeiten. Ein einfacher Kopf- oder Handgruß erfordert oft nicht einmal, die Hände vom Lenker zu nehmen – manchmal reicht es, die Hand leicht vom Schalthebel abzuspreizen. Diese kleine Geste kann eine große Wirkung haben.

Hilfe anbieten

(6) Hilfe anbieten

Eine Reifenpanne kann während einer Ausfahrt sehr unangenehm sein. Wenn du kein Ersatzmaterial bei dir hast oder Schwierigkeiten hast, den Reifen von der Felge zu bekommen, kann aus einer einfachen Panne schnell eine frustrierende Situation werden. Wie gut ist es da, wenn jemand an deinem Rad hält oder im Vorbeifahren Hilfe anbietet? Das ist unbezahlbar! Wenn du das nächste Mal einen Radfahrer oder eine Radfahrerin siehst, der oder die offensichtlich eine Panne hat, frag einfach, ob er oder sie Hilfe oder Ersatzteile benötigt. Wird keine Hilfe benötigt ist das super – dann kannst die Fahrt fortsetzen. Wenn ja, hilfst du der Person und hast an diesem Tag eine gute Tat vollbracht.

Müll vermeiden, Überholen wenn möglich

(7) Müll gehört nicht auf die Straße

Eine Selbstverständlichkeit, die immer beachtet werden sollte, ist die Müllvermeidung. Riegelverpackungen, leere Geltütchen und Bananenschalen sollten in der Trikottasche aufbewahrt werden, bis der nächste Mülleimer in Sicht ist.

(8) Überholen nur wenn möglich

Auch wenn du dich gut fühlst, kann es egozentrisch verletzend sein, wenn dich jemand auf der Hausrunde überholt. Akzeptiere das und mach dir keinen Kopf darum. Der Überholende hat einfach ein anderes Leistungsniveau. Wenn du sofort beschleunigst, wieder überholst, das Tempo nicht halten kannst und erneut überholt wirst, wird die Situation schnell unangenehm. Außerdem hast du unnötige Energie verschwendet.

(9) Kopfhörer, ein NoGo unter Rennradfahrern

Das Musikhören mit Kopfhörern beim Fahrradfahren ist grundsätzlich erlaubt, solange du dennoch Warnsignale hören kannst. Aber ehrlich gesagt, ein Rennradfahrer orientiert sich auch an den Geräuschen der Schaltung und der Umgebung. Mit Kopfhörern nimmst du die Geräusche deines Rades und der Umgebung nur eingeschränkt wahr. Daher hat Musik in den Ohren beim Radfahren nichts zu suchen. Bei Indoor-Training sieht das anders aus, da man sich dort nicht im Straßenverkehr befindet.

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