Bikepacking – wie wird gepackt?

by Koffie
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Meine Packliste(n) habe ich erstellt, doch wie wird gepackt? Welche Taschen kommen zum Einsatz?

Da ich ohne Zelt, Isomatte, Schlafsack und Wasserkocher unterwegs bin und Hotels bevorzuge, vereinfacht es natürlich die Sache ungemein. Und dennoch kommt einiges zusammen um ein mehrtägige Bikepacking-Tour zu absolvieren.

Wie letztendlich gepackt wird ist dennoch eine der schwierigsten Fragen, Bikepacking ist immer sehr individuell. Jeder Mensch ist anders, und wer was braucht ist natürlich auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manch einer benötigt drei Trikots und drei Radhosen, der andere kommt mit deutlich weniger aus. Und auch bei den verschiedenen Packlisten wird jeder andere Prioritäten setzen.

Daher muss jeder für sich selber entscheiden, wo er während seiner Bikepacking-Tour was verstaut. Ob mein Packsystem das richtige ist wird ich abschließend erst nach der Tour bewerten lassen.

Alle Utensilien meiner Packliste habe ich vorab einmal gewogen, zum einen ein Gefühl dafür zu bekommen wie viel Gepäck zusammen kommt, zum anderen meine Taschen so zu beladen, dass das Gewicht ausgeglichen verteilt ist. Es gilt aber dennoch die goldene Regel das Rad nicht zu überladen, manchmal ist auch beim Bikepacking weniger mehr!

Meine Packtaschen

Hier ist eine Übersicht meiner Packtaschen und der darin verstauten Gegenstände. Ich habe bei der Auswahl der Packtaschen für Wertsachen darauf geachtet, dass diese sich schnell und ohne Aufwand abnehmen lassen (Ortlieb Fork-Pack’s). Dies ist wichtig, da ich sie während des Zugtransfers oder über Nacht, genau wie den Radcomputer, nicht am Fahrrad lassen möchte. Wenn man die Möglichkeit hat, das Fahrrad ins Hotelzimmer zu nehmen (ja, das kommt vor), ist das natürlich von Vorteil.

Was ist wo verstaut – eine kurze Übersicht

Ortlieb Handlebar-Pack

In meinem Ortlieb Handlebar-Pack bewahre ich Dinge auf, die ich während der Tour weniger häufig oder idealerweise gar nicht benötige. Dazu gehören Ersatz für Trikot- und Radhose, lange Handschuhe, Bein- und Knielinge, Regenüberschuhe, Ersatzsocken sowie mein Erste-Hilfe-Set, Medikamente, ein Ersatzmantel, ein Ersatzschlauch und eine kleine Rolle Panzertape. Diese Gegenstände sind zwar nicht unwichtig, aber ihr Verlust wäre im Falle eines Diebstahls zu verschmerzen. Idealerweise bleibt das Handlebar-Pack zusammen mit dem Accessory-Pack über Nacht am Rad, ein verschlossener Radkeller im Hotel natürlich vorausgesetzt.

Ich finde das Ortlieb Handlebar-Pack besonders geeignet für Dinge, die ich auf der Tour weniger oft benötige. Einer der Gründe ist, dass ich das Handlebar-Pack nicht jeden Abend abschnallen- und am nächsten Morgen wieder anbringen möchte. Zudem nutze ich das Ortlieb Accessory Pack, das direkt am Handlebar-Pack montiert ist. Das Packen des Handlebar-Packs im montierten Zustand empfinde ich persönlich als recht umständlich.

Ortlieb Accessory-Pack

Das Accessory-Pack, das direkt am Ortlieb-Handlebar befestigt ist, ermöglicht mir einen schnellen Zugriff auf wichtige Kleinigkeiten. Darin habe ich neben der Bärenglocke und dem Abwehrspray, Handdesinfektionsmittel, Sonnencreme, feuchtes Toilettenpapier, eine Regenjacke und meine Lesebrille untergebracht. Auch meine Badehose und ein kleines Handtuch passen hinein, ebenso wie meine kleine Sling-Bag mit Geldbörse und den wichtigsten Dokumenten. Während den Bahnfahrten und am Abend, wenn ich unterwegs bin, trage ich die Sling-Bag immer bei mir.

Da man mitunter an Bahnhöfen und auch in Zügen nicht mehr sicher ist und mit allem rechnen muss, trage ich mein Abwehrspray hier immer direkt am Mann.

Apidura Oberrohrtasche

In meiner Apidura Oberrohrtasche habe ich meine Powerbank mit Ladekabel verstaut, um mein Handy unterwegs bei Bedarf aufladen zu können. Da auch das iPhone inzwischen mit einem USB-C-Kabel geladen werden kann, dient mir das Kabel auch gleichzeitig zum Laden anderer Geräte. Der restliche Platz in der Oberrohrtasche bietet dann noch Raum für Kleingeld, Gels und Riegel.

AGU Venture Snack-Packs

Glücklich bin ich über meine beiden AGU Venture Snack-Packs, die ich an beiden Seiten meines Lenkers montiert habe. Sie haben mir in letzter Zeit mehr Freude bereitet als alles andere. In diesen Packs bewahre ich alles auf, was mir unterwegs hilft, bestimmte Defizite auszugleichen – sei es Studentenfutter, Weingummis oder verschiedene Gels und Riegel.

 Ortlieb Fork-Pack(s)

Zu Beginn war ich skeptisch, ob meine beiden Fork-Packs die richtige Wahl beim Bikepacking sind. Zumal mir diese bei der ersten Begutachtung ziemlich klein vorgekommen sind. Da sich die Taschen aber dank eines Klicksystems schnell abnehmen lassen, habe ich hier mein technisches Equipment wie Drohne, Actioncam etc. untergebracht. Aber auch ein Paar Schuhe, Warnweste und mein Shimano-Ladekabel sowie meine Kabeltasche mit den übrigen Ladekabeln haben hier Ihren Platz gefunden. Natürlich habe ich bei den beiden Taschen auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung geachtet.

Ortlieb Seat-Pack QR

In meinem Seat-Pack (Arschrakete) habe ich mein Hygieneutensilien und meine Bekleidung für die Zeit abseits des Rades untergebracht. Meine Badelatschen werden standmäßig und stillecht mit der äußeren Kordelfixierung auf dem Seat-Pack befestigt.

Ansonsten gehören Dinge, die während des Radfahrens nicht gebraucht werden, eher in die größeren Taschen an Sattel und Lenker. Dinge des täglichen Bedarfs sollten dafür näher und gut zugänglich platziert werden. Werkzeug und Co. werden zum Beispiel gerne in der Rahmentasche verstaut. Smartphone, Ausweise, Geld, und ja, auch die Schutzmaske, kommen in der Toptube-Bag unter. Nahrung für unterwegs, wie Energieriegel oder die beliebte Nussmischung, und zur Sicherheit immer noch ein Notfall-Gel passen in die Seitentasche am Steuerrohr.

Aber letzten Endes gilt in der Welt des Bikepackings: ausprobieren und Tour für Tour an das persönlich perfekte Set-up herantasten.

Und ja: Ich benötige keine drei Radtrikots, ich wasche Radhose und Trikot bei Bedarf lieber durch und trockne es über Nacht.

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3 comments

Himmelen 24. September 2015 - 10:12 Uhr

This is so amazing!

Reply
Magnium Themes 24. September 2015 - 10:18 Uhr

Thanks!

Reply
Himmelen 24. September 2015 - 10:12 Uhr

Yu’ve probably been on a seesaw or a teeter-totter at some time in your life — you on one side and a friend on the other.
Assuming you were both about the same size, you were able to easily balance on the seesaw.

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